Aktuelles
Zweites Community-Treffen des Netzwerkes für bessere Bildung
27 Kommunen in der Metropolregion Nürnberg und Nordbayern engagieren sich mittlerweile im Netzwerk für bessere Bildung.
Ihr Ziel: Mit einem kommunalen Bildungsmanagement qualitätsvolle und bedarfsorientierte Bildungsangebote zu gestalten und für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Der Auftakt des Netzwerkes im Herbst 2024 war schon ein voller Erfolg! Auch bei der Fortsetzung des Community-Tags am 22. Oktober trafen sich wieder knapp 40 kommunale Bildungsmanager:innen in Nürnberg. Diesmal an einem besonderen Bildungsort: Im Gemeinschaftshaus Langwasser–bekannt als Haus der „Kultur für alle“. Als Stadtteilzentrum greift dieses aktiv die sozialen und kulturellen Themen des Quartiers auf und fördert Bildung über Altersgruppen, Herkunft und Lebenslagen hinweg. Dieser Bildungsort bot uns den idealen Rahmen für Kreativität und Gemeinschaft und begeisterte die Anwesenden mit einer spannenden Führung durchs Haus.
Diskurs zu aktuellen Bildungsthemen und gelungenen Projekten– Austausch wirkt
Das Besondere des Netzwerktreffens war auch diesmal: Die Kommunen konnten sowohl die Themen als auch das Format der Sessions selbst bestimmen und dieses Angebot wurde wieder mit viel Engagement angenommen! In neun Sessions kamen bei dem Treffen aktuelle Bildungsherausforderungen und kommunale Lösungsansätze zur Diskussion und Reflexion. Die Breite und Tiefe der Themen zeigt: Bildung ist vielschichtig und spiegelt sich in allen Lebensbereichen wider. Die Kommunen in Nordbayern widmeten sich beispielsweise der frühkindlichen Förderung, der Demokratiebildung oder der Bildung für nachhaltige Entwicklung. In jeder Session war es möglich, sich auszutauschen, kollegial beraten zu lassen, eine gemeinsame Strategie oder Idee zu entwickeln und/ oder ein konkretes Praxisbeispiel vorzustellen.
Frühe Förderung für mehr Bildungsgerechtigkeit – Apps für Eltern
Die Förderung in der frühkindlichen Bildung ist ein zentraler Hebel, um Bildungsungleichheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Maßnahmen können darauf hinwirken, genau diese Startnachteile durch frühzeitige und passgenaue Angebote auszugleichen. In dieser Session wurden zwei Apps zur Sensibilisierung von Eltern vorgestellt, die niederschwellig einfache Förderbeispiele für Kinder im Kita- und Grundschulalter bündeln. Mit der eigenen regionalen App Kinderleicht-App aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab sind zusätzlich noch lokale Ausflugstipps und Angebote der Familienberatung integriert. Die im Landkreis Roth eingesetzte Familien-App steht alternativ bayernweit jeder Kommune offen, ist kostengünstiger, die Angebote breiter aufgestellt und einzelne Tools können auch lokal angepasst werden. Diskutiert wurden insbesondere Ansätze, um auch schwer erreichbare Eltern zu gewinnen z.B. über die Zusammenarbeit mit Multiplikatoren und Peers sowie Ideen zur Evaluation der Apps.
Entwicklung eines Leitbildes – Lessons Learned
In der Session Leitbild wurden die Prozesse zur Entwicklung eines Leitbilds in zwei Kommunen vorgestellt und deren Herausforderungen und die Gelingensbedingungen hierzu gemeinsam reflektiert. Hilfreich für den gesamten Prozess ist insbesondere die frühe Einbindung der Führungs- und/ oder der politischen Ebene. Deutlich wurde ebenfalls: Leitbilder haben unterschiedliche Funktionen: von einer Rollenklärung und Profilschärfung von Bildungsbüros über die Darstellung von Netzwerkstrukturen und Leitlinien für die Bildungslandschaft einer gesamten Kommune. Daraus leiten sich wichtige Entscheidungen ab: Welche Bildungsakteure sind zu Beginn und wie im weiteren Prozessverlauf einzubeziehen, damit eine Verankerung gelingen kann? Welche Formate und Produkte in der Öffentlichkeitsarbeit eignen sich für die unterschiedlichen Zielgruppen?
Zusammenarbeit soll Region voranbringen–gemeinsam bildungspolitische Themen bearbeiten
Welche bildungspolitischen Schwerpunkte nehmen sich die Kommunen nun für das Jahr 2026 vor? Das Bildungs-Netzwerk beschloss – aus einer Auswahl von acht Themen– gemeinsam für 2026 Arbeitsgemeinschaften (AG) in den Bereichen Demokratiebildung zu gründen bzw. im Bereich der Inklusion weiterzuführen. Durch diese enge Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinaus sollen Handlungsstrategien und Ansätze mit den beteiligten Kommunen entwickelt werden, die die Region voranbringen.
2025 stand noch der Themenkomplex der Fachkräftesicherung im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten, welches auch in einer regionalen Bildungskonferenz aufbereitet wurde. Hier wird es im Januar noch ein Abschlusstreffen der AG zum Schwerpunkt Übergang Schule-Beruf geben.
Ergebnisse und Einblicke zu unseren AGs können Sie auch in unseren Social-Media-Kanälen verfolgen!
Eine Bildergalerie zum zweiten Community-Tag finden Sie nachfolgend.
Weitere Einblicke zum Tag mit Statements von Vertreter:innen aus dem Netzwerk Inklusion vom Landkreis Tirschenreuth, aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, der REAB Bayern und der Leitung des Gemeinschaftshaus Langwasser finden Sie auf unserem Instagram-Kanal. Folgen Sie uns und teilen Sie unsere Beiträge!