Bildungsherausforderungen begegnen- Zusammenarbeit fördern und gemeinsam Lösungen finden
Arbeitsgemeinschaften
Die Herausforderungen für kommunale Bildungsarbeit bleiben vielschichtig und betreffen häufig viele Kommunen gleichzeitig. Angesichts knapper kommunaler Ressourcen kommt der interkommunalen Zusammenarbeit zudem eine wachsende Bedeutung zu. Mit den thematischen Arbeitsgemeinschaften (AG) fördern wir Kooperationen über Gebietskörperschaften hinweg. Die AG tragen dazu bei, dass vorhandenes Wissen und Ressourcen gebündelt werden, um so den einzelnen Kommunen schnelles und zielgerichtetes Handeln zu ermöglichen. Gemeinsam gelingt es leichter und ressourcenschonender, auf die komplexen Herausforderungen in der kommunalen Bildungsarbeit zu reagieren und kooperativ neue Lösungen zu erarbeiten.
Die REAB Bayern übernimmt in den AG eine koordinierende Rolle. Sie organisiert und moderiert die Treffen der AG, arrangiert Expert:inneneninputs und sichert das Wissensmanagement. Wir unterstützten die Kommunen dabei, Aufgaben gut zu teilen, Strategien, Handlungsansätze und Produkte zu erarbeiten und im Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Themen der AG werden jährlich neu in einem partizipativen Prozess mit interessierten Kommunen sondiert und festgelegt. Die Leitfragen hierbei können sein: Welche der Herausforderungen können kommunenübergreifend in der AG bearbeitet werden? Welche Arbeitsmaterialien können die Arbeit in den Kommunen erleichtern und zusammen entwickelt werden?
AG werden immer regional, also für Nord- bzw. Südbayern, organisiert. Dadurch können wir die jeweilige AG in einer für Kollaboration guten Größe halten und regionale Aspekte gut berücksichtigen. Aktuell bestehen Arbeitsgemeinschaften zu folgenden Themen (Stand: Januar 2025).
Für nordbayerische Kommunen
AG Demokratiebildung
Demokratiebildung befähigt Bürger:innen mündig und verantwortungsvoll am politischen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und dieses zu gestalten. Im Rahmen der AG Demokratiebildung beschäftigen sich Mitarbeitende aus rund 15 nordbayerischen Kommunen mit unterschiedlichen Handlungsfeldern im Bereich Demokratiebildung. Sie erarbeiten ab Februar 2026 gemeinsam konkrete Handlungsansätze zur Umsetzung auf kommunaler Ebene.
AG Inklusion
Die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist eines der wichtigsten Ziele unserer Zeit. In der AG Inklusion beschäftigen wir uns mit den vielfältigen Herausforderungen und Handlungsansätzen auf kommunaler Ebene, die das Ziel verfolgen, den Bildungsbereich inklusiv zu gestalten. Die Inhalte der AG-Arbeit richten sich dabei an den kommunalen Bedarfen und Wünschen aus. An der AG Inklusion beteiligen sich ab Februar 2025 13 Kommunen.
AG Fachkräftesicherung
Das Thema Fachkräftesicherung (FKS) ist groß, die Bedarfe und Zielsetzungen in den Kommunen sind vielfältig. An der AG FKS beteiligten sich von Januar 2025 bis Januar 2026 Vertreter:innen von 13 nordbayerischen Kommunen. Die Teilnehmenden diskutierten und arbeiteten in verschiedenen Formaten teilweise im Austausch mit externen Fachreferent:innen v.a. zu folgenden Themen:
- Entwicklung eines gesamtstrategischen Vorgehens
- strategische Kommunikation
- Bildungsmonitoring für Fachkräftesicherung
- Koordination und Qualitätsentwicklung am Übergang Schule-Beruf
Zudem wurde die regionale Bildungskonferenz im Mai 2025 in Erlangen auf die Bedarfe der AG zugeschnitten. In den Blick genommen wurde u.a. die Themen „KI am Übergang Schule-Beruf“, „Fachkräftesicherung und Migration“, „Fachkräftesicherung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Fachkräftesicherung in sozialen Berufen“, „Fachkräftesicherung und MINT“ (Mathematik, Information, Naturwissenschaft, Technik).
AG Ganztag
Von Januar 2023 bis Dezember 2024 beteiligten sich insgesamt 15 Kommunen an der AG Ganztag in Nordbayern. Sie beschäftigten sich damit, welche Schritte notwendig sind, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bis 2026 erfolgreich in ihren Kommunen umzusetzen.
Dazu widmeten sie sich u.a. folgenden Themen:
- Entwicklung eines gesamtstrategischen Vorgehens
- Bedarfsermittlung und Bedarfsplanung (Validität und Nützlichkeit von Daten, Befragungen)
- Zusammenarbeit mit kreisangehörigen Gemeinden und verwaltungsinternen Stellen
- Strategieentwicklung zur Verankerung des Themas Qualität in den Diskurs vor Ort
- Beteiligungsformate für Schüler:innen und Eltern
- Fachkräftebedarf und Fachkräftebindung
Das Thema Ganztag wird in 2025 und 2026 in Form von niedrigschwelligen Austauschtreffen für alle nordbayerischen Kommunen weiter bearbeitet werden.
AG Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Die Mitglieder der AG Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die aus rund zwölf Kommunen bestand, beschäftigten sich von Januar 2023 bis Dezember 2024 mit unterschiedlichen Inhalten im Bereich BNE. So wurde beispielsweise zur Bedeutung von BNE im kommunalen Kontext, zur strategischen Verankerung von BNE in der Kommune, zu Möglichkeiten eines BNE-Monitorings, Gremiengestaltung oder zur guten Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft gearbeitet. Es wurden bereits diverse Arbeitshilfen zur Unterstützung in der kommunalen Arbeit gemeinsam erstellt.
Für südbayerische Kommunen
AG Ganztag
An der AG Ganztag beteiligen sich derzeit acht Städte und Landkreise, die sich inhaltlich mit Gelingensbedingungen für die Zusammenarbeit multiprofessioneller Teams im schulischen Ganztag beschäftigen. Ziel ist es, aus den bisherigen Erfahrungen im Ganztagsschulausbau an Grundschulen einen Handlungsleitfaden für Bayern entlang der verschiedenen Modelle und Formen von Ganztagsbildung und –betreuung zu entwickeln. Weitere Themen können sich im Rahmen der Arbeit ergeben.
AG Fachkräftesicherung und -gewinnung
In der AG Fachkräftesicherung und –gewinnung beschäftigen sich derzeit sechs Landkreise und kreisfreie Städte damit, wie das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement einen Beitrag zur Sicherung und Gewinnung von Fachkräften in der Region leisten kann. Dabei tauschen sich die Teilnehmenden zu aktuellen kommunalen Fragestellungen, Praxisbeispielen und Erfahrungen in diesem Handlungsfeld aus. Die Themen sind dabei vielfältig und reichen vom Aufbau von Kooperations- und Netzwerkstrukturen über die Perspektive bis hin zu konkreten Unterstützungsmaßnahmen am Übergang Schule-Beruf.